Wirbelsäulenchirurgie

Die neurochirurgische Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule stellt einen wichtigen Schwerpunkt unserer Klinik dar. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit den Nachbarabteilungen der Orthopädie/ Unfallchirurgie und Funktionellen Neurochirurgie in der Behandlung komplexer entwicklungsbedingter und degenerativer Wirbelsäulenerkrankungen sowie mit dem Centrum für Integrierte Onkologie CIO in der Behandlung von Tumorerkrankungen der Wirbelsäule. Hierzu verfügt unsere Klinik über modernste technische Voraussetzungen. Um die Operationsgenauigkeit sowie die Sicherheit für die Patientinnen und Patienten zu steigern, werden Operationsmikroskope neuesten Standards sowie moderne Navigationsverfahren routinemäßig bei unseren Wirbelsäulenoperationen verwendet. Soweit erforderlich besteht zusätzlich jederzeit die Möglichkeit des intraoperativen Neuromonitorings, um die Funktion des Rückenmarkes oder der Spinalnerven zu überwachen. Hierzu hat unsere Klinik ein eigenes Neurophysiologie-Team.

Die Spezialisten unseres Wirbelsäulenteams zeichnen sich durch eine langjährige Erfahrung in der Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen aus. Um einen hohen Standard der Behandlung zu wahren erfolgen regelmäßige Teilnahmen an Fachkongressen und Fortbildungen von Wirbelsäulenfachgesellschaften. Als universitäre Einrichtung spielt darüber hinaus die Forschung zu Wirbelsäulenthemen eine große Rolle, um unser Wissen über Ursachen und neue Behandlungsstrategien von Wirbelsäulenerkrankungen zu vergrößern.

 Dierk-Marco Czybulka

Dierk-Marco Czybulka

Montags 09:00 - 16:00 Uhr
im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) der Uniklinik Köln
Standort Zeppelinstr. 1 (Neumarkt), 50667 Köln

Telefon
+49 221 478-6310 (Anmeldung Sekretariat)
Telefax
+49 221 277-6311
Dr. Moritz Perrech

Dr. Moritz Perrech

Dienstags 09:00 - 16:00 Uhr
im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) der Uniklinik Köln
Standort Zeppelinstr. 1 (Neumarkt), 50667 Köln

Telefon
+49 221 478-6310 (Anmeldung Sekretariat)
Telefax
+49 221 478-6311
Prof. Dr. Boris Krischek

Prof. Dr. Boris Krischek

Donnerstags 09:00 - 16:00 Uhr
im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) der Uniklinik Köln
Standort Zeppelinstr. 1 (Neumarkt), 50667 Köln

Telefon
+49 221 478-6310 (Anmeldung Sekretariat)
Telefax
+49 221 478-6311

Unser Behandlungsspektrum

Degenerative Wirbelsäulenerkrankungen

Der Bereich der degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen umfasst eine Vielzahl an verschiedenen Krankheitsbildern, die in unserer Klinik behandelt werden. Die häufigsten Krankheitsbilder sind dabei Bandscheibenvorfälle mit Nervenwurzelkompressionssyndromen und degenerative Spinalkanalstenosen. Auch degenerative oder entwicklungsbedingte Instabilitäten und Deformitäten der Wirbelsäule werden in unserer Klinik operativ therapiert. Üblicherweise werden diese Operationen in unserer Klinik unter Zuhilfenahme des Operationsmikroskops durchgeführt. Dies hilft uns, die Operationsverfahren möglichst wenig invasiv und risikoarm zu gestalten. Darüber hinaus ermöglichen uns „minimal-invasive“ transmuskuläre Zugänge zur Wirbelsäule eine weitere Reduktion des Blutverlustes sowie eine noch raschere Mobilisation und Genesung der Patienten.

Die Instrumentation der Wirbelsäule erfolgt, soweit möglich, ebenfalls meist „minimal-invasiv“ (perkutan). Die routinemäßige Verwendung der Neuronavigation bei Instrumentationen der Wirbelsäule hilft zusätzlich das Risiko von Schraubenfehllagen zu minimieren. So können mit geringem Risiko auch komplexe degenerative Erkrankungen der gesamten Wirbelsäule behandelt werden.

Im Einzelnen werden in unserer Klinik folgende degenerative Krankheitsbilder der Wirbelsäule behandelt (mikroskopisch und minimal-invasiv):

  • Bandscheibenvorfälle, Spinalkanalstenosen und Synovialzysten (mikroskopisch, minimal-invasiv), degenerative und entwicklungsbedingte Spondylolisthesen
  • Komplexe degenerative Erkrankungen wie Kyphosen und Skoliosen.
Wirbelsäulentumore

Über das Centrum für Integrierte Onkologie ist unsere Klinik in eines der größten onkologischen Zentren Deutschlands eingebunden. Dadurch bedingt liegt ein Schwerpunkt unserer Klinik in der Behandlung von Wirbelsäulentumoren. Auch hier erfolgt eine enge Kooperation mit der Orthopädie/ Unfallchirurgie, der Stereotaxie und der Strahlentherapie.

Eine operative Behandlung kann hier durch uns in vielerlei Hinsicht erforderlich werden. Bei Auftreten von Wirbelsäulenmetastasen im Rahmen eines systemischen Tumorleidens, können Instabilitäten der Wirbelsäule entstehen und/oder es zu einer Kompression nervaler Strukturen kommen. Auch hier versuchen wir erforderliche Eingriffe mithilfe unser technischen Hilfsmittel (Operationsmikroskop, Neuronavigation und Neuromonitoring) so wenig invasiv und so sicher wie möglich zu gestalten. Die Diskussion der Fälle erfolgt in den entsprechenden interdisziplinärenTumorboards unseres onkologischen Zentrums.

Einen weiteren Behandlungsschwerpunkt stellen die primären Tumore des Rückenmarks sowie der spinalen Nerven dar. Am häufigsten handelt es sich hierbei um Meningeome, Neurinome, Ependymome und Astrozytome. Aufgrund der engen Lagebeziehung zu den nervalen Strukturen (extraaxiale Tumore) oder gar Wachstum im Nervensystem (intraaxiale Tumore), ist hier eine Arbeit unter Operationsmikroskopen neuester Technologie entscheidend. Darüber hinaus ist die Anwendung des Neuromonitorings unerlässlich.

Im Einzelnen werden folgende Tumorerkrankungen der Wirbelsäule in unserer Klinik behandelt:

  • Intraaxiale Tumore (z.B. Astrozytome, Ependymome)
  • Extraaxiale Tumore (z.B. spinale Meningeome, Neurinome)
  • Metastasen systemischer Tumorerkrankungen
  • Plasmozytome
Vaskuläre Erkrankungen der Wirbelsäule

Vaskuläre Erkrankungen der Wirbelsäule, die eine chirurgische Therapie erfordern, sind grundsätzlich seltene Erkrankungen. Entscheidend ist daher die Behandlung in Zentren mit entsprechender Kompetenz in der Behandlung dieser Erkrankungen und einer adäquaten technischen Ausstattung. In unserem interdisziplinären neuro-vaskulären Board werden gemeinsam mit den Kollegen der Neuroradiologie auch vaskuläre Veränderungen der Wirbelsäule bzw. des Rückenmarkes diskutiert und entsprechende Behandlungskonzepte erstellt. Für den Fall einer erforderlichen Operation stehen uns moderne Operationsmikroskope zur Verfügung, die es durch spezielle Fluoreszenzmarker erlauben, Gefäße und die Durchblutung des Nervengewebes besser zu visualisieren. Dies ermöglicht es uns auch, vaskuläre Veränderungen, die im Rückenmark selber lokalisiert sind, mit einem hohen Maß an Sicherheit und Präzision zu operieren.

Zu den vaskulären Erkrankungen der Wirbelsäule, die in unserer Klinik operativ therapiert werden, gehören:

  • Spinale arteriovenöse Fisteln
  • Angiome
  • Cavernome
Notfallversorgung von Wirbelsäulenerkrankungen

Durch die 24-stündige Präsenz eines Dienstarztes besteht in unserer Klinik jederzeit die Möglichkeit zur Versorgung spinaler Notfälle. Hierzu gehört die Versorgung von Bandscheibenvorfällen mit akut aufgetretenen Lähmungserscheinungen oder Blasen-Mastdarm-Störungen ebenso wie spinale Blutungen, Traumen oder Infektionen. Als Teil eines überregionalen Traumazentrums können wir auch schwerste Verletzungen der Wirbelsäule und des Rückenmarkes versorgen. Eine enge Kooperation besteht hier mit den Kollegen der Unfallchirurgie. Die Kernkompetenz zur intensivmedizinischen Versorgung des akuten Querschnittsyndroms und des spinalen Schocks ist auf unserer eigenen neurochirurgischen Intensivstation gegeben.

Eine enge Kooperation besteht auch für den längerfristigen Heilverlauf mit den umliegenden Querschnittzentren und Rehabilitationskliniken.

Sämtliche Notfälle der Wirbelsäule können 24/7 in unserer Klinik operativ versorgt werden:

  • Bandscheibenvorfälle oder andere degenerative Wirbelsäulenerkrankungen mit akuten neurologischen Defiziten
  • Frakturen der Wirbelsäule (vom kranio-zervikalen Übergang bis Sakrum)
  • Spinale Blutungen (intra- und extradural)
  • Infektionen (z.B. Empyeme, Spondylodiszitiden)
Andere Wirbelsäulenerkrankungen

Andere Krankheitsbilder der Wirbelsäule, die ebenfalls regelmäßig in unserer Klinik operativ behandelt werden, sind:

  • Liquorzirkulationsstörungen (Syringomyelie)
  • Idiopathische Rückenmarksherniation
  • Spinale intradurale Zysten 
Nach oben scrollen