AG Wirbelsäule

Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit neuesten Techniken zu mikroinvasiven Operationen in der Wirbelsäulenchirurgie und arbeitet an effektiven und dabei schonenden Stabilisierungstechniken. Engster Kooperationspartner ist die Arbeitsgruppe von Dr. Roger Hartl, Weill Cornell University, New York.

DWG Wirbelsäulenregister

Das DWG Wirbelsäulenregister ist ein prospektives Register der deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie, in welchem wir Daten unserer Wirbelsäulenoperationen erfassen. Zwei Arten von Daten werden erfasst: Patienten bezogene Daten (VAS, ODI, Lebensqualität) und operationsbezogene Daten (Technik, Zeit, Blutverlust, ASA) Die Datenaufnahme erfolgt mittels Fragebögen, welche in ein webbasiertes Modul eingegeben werden. Die anonymisierten Daten werden schließlich zentral verwaltet. Dadurch ist es möglich, Daten verschiedener Zentren mit den eigenen Daten zu vergleichen (Benchmark). Des Weiteren können verschiedene Operationstechniken und das Outcome der Patienten wissenschaftlich untersucht werden.

Evaluation und Fortentwicklung minimal-invasiver Operationsverfahren an der Wirbelsäule

Über die letzten Jahre hat sich ein zunehmender Trend zur Anwendung minimal-invasiver Therapieverfahren in der Wirbelsäulenchirurgie gezeigt. Diesen minimal-invasiven Prozeduren werden unterschiedliche Vorteile gegenüber konventionellen Operationsverfahren zugeschrieben. Bei geringerem Gewebetrauma, niedrigerem Blutverlust und schnellerer Erholung der Patienten soll trotzdem ein gleichwertiges Operationsergebnis erzielt werden. Zu den minimal-invasiven Eingriffen, die in unserer Klinik angewandt werden, gehören transmuskuläre tubuläre Zugänge zur Wirbelsäule, minimal-invasive laterale Zugänge zur Brust- und Lendenwirbelsäule sowie perkutane navigations-gestützte Instrumentationsverfahren. Im Rahmen von wissenschaftlichen klinischen Projekten versuchen wir einen Beitrag zu liefern in der Beantwortung zahlreicher offener Fragen zu diesen minimal-invasiven Operationsverfahren. Ein besonderer Focus liegt dabei auf der Auswertung der klinischen Ergebnisse bei Patienten mit besonderen Risikofaktoren wie einer ausgeprägten Adipositas.

In Zusammenarbeit mit dem Spine Center der Weill Cornell University am New York Presbyterian ( New York, USA) unter der Leitung von Dr. Roger Härtl untersuchen wir außerdem klinische Outcomes und radiologische Ergebnisse der indirekten Dekompression über laterale Zugänge zur Lendenwirbelsäule (ELIF=extreme lateral interbody fusion). Über diese Kooperation bestehen Möglichkeiten eines dortigen 3-monatigen wissenschaftlichen und klinischen Aufenthaltes.

Anatomisches Wirbelsäulenlabor

Über eine enge Kooperation mit der Neuroanatomie werden minimal-invasive Zugänge evaluiert. Ein anatomisches Wirbelsäulenlabor befindet sich im Aufbau; Kurse zur Erlernung von neuen Operationsverfahren sollen hierüber eingerichtet werden. Die Klinik für Allgemeine Neurochirurgie unterhält hierüber auch Kontakte zur Muskuloskelettalen AG.

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